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Mythos #7 Aber Pflanzen haben auch Gefühle

Seit ich mich vegan ernähre, habe ich diesen Satz schon so oft gehört. Ich weiß nicht, wie die Leute plötzlich darauf kommen, war es doch zuvor kein Problem, dass ich an so machen Tagen das Beilagengemüse dem Sonntagsbraten vorgezogen habe. Aber scheinbar löst das Wort „vegan“ einen heftigen Reiz bei anderen Menschen aus, der sie dazu drängt sofort Gegenthesen aufzustellen.

Haben Pflanzen denn wirklich Gefühle?

Fakt ist, dass Pflanzen, im Gegensatz zu anderen Lebewesen, kein zentrales Nervensystem besitzen. Sie reagieren zwar auf Sonnenlicht und andere Umwelteinflüsse. Dies tun sie allerdings nicht bewusst. Ed Winters hat dazu ein sehr gutes Beispiel in seinem E-Book „30 Ausreden von Nicht-Veganern und passende Antworten“ aufgegriffen. Er bezieht sich auf die Venusfliegenfalle, welche sich verschließt, sobald ein Insekt auf ihrer Fangoberfläche landet. Dies würde sie aber bei jedem anderem Gegenstand auch tun und sei es ein Zigarettenstummel. Sie reagiert also mit einem Reflex auf den rein mechanischen Reiz. Und nicht, weil sie weiß, dass gerade ein Insekt gelandet ist. Anders sieht es laut Ed Winters bei einer Kuh aus. Würde man ihr einen Zigarettenstummel hinhalten, sie würde es nicht essen, weil sie kognitiv in der Lage ist, Futter von anderen Gegenständen zu unterscheiden. Ich finde dieses Beispiel sehr gut für eine Argumentation, weil es nicht zu fachlich ist und der Gegenüber es sich bildlich vorstellen kann, sofern er es zulässt.

Aber beleuchten wir einmal die Fakten.

Im Artikel „Veganer essen den Tieren das Futter weg“ bin ich schon einmal auf die massive Verschwendung von Ressourcen durch die Tierindustrie eingegangen. Hier schrieb ich, dass laut einer Studie des WWFs 60% allen Getreides und sogar 70% aller Ölsaaten an Tiere verfüttert werden. Würden wir also dem Argument, dass Pflanzen Gefühle haben, Glauben schenken, dann würde das doch im Umkehrschluss bedeuten, dass wir durch den Konsum von Fleisch und tierischen Produkten noch viel mehr Leid verursachen.

Wenn diese Argumente immer noch nicht genügen, dann kannst du im Abschluss folgende Vergleiche aufzählen und deinen Gesprächspartner fragen, ob er dem zustimmt.

  • Es ist also dasselbe, einem Schwein das Ringelschwänzchen abzuschneiden und einem Kohlrabi die Blätter abzutrennen.
  • Ein Brokkoli, welchen wir ins kochende Wasser werfen, empfindet genauso viel Schmerz, wie ein Huhn, welches beim Schlachtprozess nicht richtig betäubt wurde und dann durch das kochende Wasser gezogen wird.
  • Das schälen einer Möhre ist vergleichbar mit dem Häuten von Kühen in Indien.

Spätestens hier wird jeder ins Nachdenken kommen und hoffentlich einsehen, dass Pflanzen keine Gefühle haben. Ganz nebenbei kommt bei dem ein oder anderen vielleicht zusätzlich der Gedanke, dass Tiere hingegen sehr wohl im Stande sind, Schmerz und Leid zu empfinden.

Und wenn man nun die Wahl hat, zwischen einer Ernährungsform, die so viel Schmerz und Leid mit sich zieht oder einer, die vollwertig, pflanzenbasiert und friedlich ist – welche würdest du wählen?

Deine Sophia

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Über den Autor

Sophia ist seit zwei Jahren aktiv im Tierschutz dabei und unterstützt mit ihrem Verein nicht nur Lebenshöfe, sondern zeigt auch, dass eine vegane Lebensweise keinerlei Einschränkung bedeutet.

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