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Mythos #5 Ohne Milch keine starken Knochen

Jeder von uns kennt mindestens drei Werbeslogans, die uns die Milchindustrie in den letzten Jahrzehnten immer und immer wieder eingetrichtert hat:

  • „Die Milch macht’s“
  • „Akku leer? Müllerdrink her!“
  • „… erleb‘ den sahnigen Geschmack. Mit Zott ins Weekend feeling.“

Na? Wer hat da nicht sofort die Melodie der Werbesendung im Ohr? Wir sehen also, die Milchlobby hat ganze Arbeit geleistet, um das Image der Milch aufrecht zu halten. Sie verkauft es uns als ein Lifestyleprodukt mit dem es uns besser gehen soll, bei dessen Genuss wir uns entspannt ins Wochenende träumen können oder dessen Inhaltsstoffe so wertvoll sind, dass wir darauf bloß nicht verzichten sollten.

Wirklich gesund oder doch nur ein Werbetrick?

Dr. Max-Otto-Bruker, ein großartiger Arzt und Ernährungpionier, sagte einmal etwas sehr Interessantes: „Essen und trinken Sie nichts, wofür Werbung gemacht wird.“ Dieser Satz kommt mir jedes Mal in den Sinn, wenn mich ein riesen Werbeplakat mit Joghurt oder anderen Produkten anlacht. Denn seien wir mal ehrlich: wie viel Geld muss ein Unternehmen ausgeben, um uns einen Werbeslogan so dermaßen in den Kopf zu stempeln, dass wir das Produkt sofort vor dem inneren Auge haben, sobald wir auch nur einen Ton, ein Bild oder ein Logo hören oder sehen? Und wie viel Geld bleibt für das Produkt selbst? Wird hier vielleicht mehr in die Werbung als in die Gesundheit des Produktes investiert? Diese Frage möchte ich hier nicht auflösen. Ich möchte dir nur einen kleinen Denkanstoß in diese Richtung geben.

Die Fakten

Kommen wir nun zum Mythos, dass wir ohne Milch keine starken Knochen bekommen. Was ist dran? Milch soll unsere Knochen gesund halten, weswegen man jeden Tag ein Glas Milch trinken sollte. So ist zumindest die allgemeine Meinung. Allerdings kann der Verzehr von Milch und Milchprodukten laut der Nurses‘ Health Study aber sogar das Risiko für Knochenbrüche erhöhen. Zum Beispiel ist die Osteoporose-Rate in Ländern wie Afrika oder Asien, wo so gut wie keine Milch konsumiert wird, am niedrigsten. Gleichzeitig bewegen sich die Menschen dort aber auch mehr im Freien und können, auch, bedingt durch den Breitengrad, mehr Vitamin D aufnehmen.

Das hochgeschätzte Calcium aus der Milch ist laut dem Zentrum der Gesundheit nicht besser verwertbar als das aus pflanzlichen Quellen. Gleichzeitig wird für die bessere Aufnahme von Calcium viel Magnesium benötigt, welches in der Milch nur sehr wenig vorhanden ist. Eine bessere Quelle ist deswegen grünes Blattgemüse, wie Spinat und Grünkohl. Allgemein wirken Milch und die daraus hergestellten Produkte auf den Körper säurebildend. Um diese Säuren zu neutralisieren, benötigt der Köper mehr Calcium, als man mit der Milch zuführen kann. Es ist also ein Minusgeschäft.

Und nicht nur das. Laut Zentrum der Gesundheit wird in nicht weniger als drei groß angelegten Studien (im American Journal of Dermatology) der Konsum von Milch mit der Entstehung von Akne und anderen Hauterkrankungen in Verbindung gebracht. Das Risiko sei sogar um bis zu 44% erhöht. Auch Krebs sei eine Folge des Milchkonsums. Vor allem Männer haben durch den Verzehr von Milchprodukten ein stark erhöhtes Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Atemwegserkrankungen, Darmprobleme, Allergien, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme sind nur ein Bruchteil von Erkrankungen, die durch den Konsum von Milch ausgelöst werden können.

Fazit

Dass ca. 75% der Weltbevölkerung Laktoseintolerant sind, sollte uns eigentlich schon lange zu denken geben. Denn könnte es nicht sein, dass dies eigentlich der Normalzustand ist? Welches andere Säugetier trinkt die Milch einer anderen Spezies? Das machen nur wir Menschen. Es wurde uns über Jahrzehnte eingeredet, dass es gesund und ganz normal ist, Kuhmilch zu trinken. Die Milchlobby hat aus uns kleine Kälbchen gemacht, die ohne darüber nachzudenken, den Werbeslogans folgen und glauben, die Milch gäbe uns starke Knochen und mache uns gesund. Dabei sind wir alle erwachsen. Wir brauchen keine Muttermilch von Kühen, um stark zu werden.

Werde auch du erwachsen und trinke stattdessen lieber Hafer-, Dinkel-, Soja-, Mandel-, Haselnuss- oder Cashewmilch! Es gibt so viele gesunde Alternativen.

Deine Sophia

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Über den Autor

Sophia ist seit zwei Jahren aktiv im Tierschutz dabei und unterstützt mit ihrem Verein nicht nur Lebenshöfe, sondern zeigt auch, dass eine vegane Lebensweise keinerlei Einschränkung bedeutet.

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