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Mythos #13 Veganer töten mehr Tiere als Fleischesser

Der Mythos, dass Veganer mehr Tiere töten als Fleischesser, behauptet, dass die Anbaumethoden für pflanzliche Erzeugnisse, die von Veganern benötigt werden, häufig dazu führen, dass Tiere wie Feldmäuse und Vögel getötet werden. Dies kann wahr sein, da der Anbau von Getreide und Sojabohnen häufig auf Felder stattfindet, auf denen wildlebende Tiere leben.

Es wird auch argumentiert, dass die industrielle Landwirtschaft, die für die Produktion von Fleisch und tierischen Produkten verwendet wird, in der Regel effizienter ist und weniger Tiere tötet als der Anbau von pflanzlichen Erzeugnissen. Dies ist jedoch umstritten, da die industrielle Viehzucht oft mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Tierwelt verbunden ist, wie zum Beispiel Deforestierung, Klimawandel und Massentierhaltung.

Einige Argumentieren auch, dass pflanzliche Ernährung unnatürlich ist und dass es für die Natur unmöglich ist, ohne den Verzehr von Tieren zu überleben. Allerdings gibt es genügend Beispiele von wildlebenden Tieren, die eine strikt pflanzliche Ernährung aufweisen und gesund bleiben.

Es ist wichtig zu verstehen, wie Landwirtschaft funktioniert und welche Auswirkungen sie auf die Tierwelt hat. Im Allgemeinen werden Tiere in der Landwirtschaft getötet, um Platz für Nutzpflanzen zu schaffen. Dies geschieht entweder durch die Zerstörung ihres Lebensraums oder durch die Tötung von Tieren, die als Schädlinge betrachtet werden.

Im Falle von Veganern, die Nutzpflanzen wie Weizen, Mais und Soja konsumieren, tragen sie indirekt zur Zerstörung des Lebensraums von Tieren bei. Dies geschieht, da diese Pflanzen oft auf großen Flächen angebaut werden, die zuvor natürliche Lebensräume von Tieren waren. Dies kann dazu führen, dass Tiere gezwungen sind, ihren Lebensraum zu verlassen oder getötet werden, um Platz für diese Nutzpflanzen zu schaffen.

Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass auch Fleischesser indirekt zur Zerstörung von Lebensräumen von Tieren beitragen. Die Landwirtschaft von Nutztieren erfordert sehr große Flächen an Land, um Futter für die Tiere anzubauen und Platz für sie zu haben. Dies führt ebenfalls zur Zerstörung von natürlichen Lebensräumen von Tieren.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass viele vegane Landwirte sogenannte „nachhaltige Landwirtschaft“ praktizieren, bei der der Schutz der Umwelt und der Tierwelt im Vordergrund steht. Dies bedeutet, dass sie auf Pestizide und künstliche Düngemittel verzichten und ihre Felder nicht jedes Jahr umpflügen, um die biologische Vielfalt zu erhalten und die Umweltbelastung zu minimieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Mythos, dass Veganer mehr Tiere töten als Fleischesser, nicht wirklich der Wahrheit entspricht. Während Veganer indirekt zur Zerstörung von Lebensräumen von Tieren beitragen, tun dies auch Fleischesser aufgrund der Landwirtschaft von Nutztieren. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es eine nachhaltige Landwirtschaft gibt, die sowohl die Umwelt als auch die Tierwelt schützt und die Auswirkungen auf beide Seiten minimiert. Es ist wichtig, bei der Wahl unserer Lebensmittel die Auswirkungen auf die Umwelt und die Tierwelt zu berücksichtigen, um eine nachhaltige Zukunft zu erreichen.

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